Unsere Bücher:
In unserem Hartknoch Verlag finden Sie Sachbücher, die Sie informieren, bilden und unterhalten.
Als Imprint des Mauke Verlags aus Weimar sind auch unsere Sachbuchprojekte der europäischen Idee verpflichtet.
Den Namen Hartkoch haben wir von einem der wichtigsten Verlage der Aufklärungszeit übernommen. 1765 von Johann Friedrich Hartknoch in Riga gegründet, stand der Name Hartknoch für die Werke von Kant, Herder, Knigge, Rousseau und Schopenhauer.
Im Jahr 1797 wurde der Verlag durch die russische Zensur aus Riga vertrieben. Er fand Zuflucht in Rudolstadt (Thüringen), später in Leipzig.
Seit 2026 haben wir den großen Namen als Verlagsnamen wieder aktiviert und knüpfen an das bedeutende Erbe mit Respekt und voller Neugier an.
Neuigkeiten
Wir haben es mit dem Fotoband
»Weiter geht’s nicht« auf die Auswahlliste zur diesjährigen Hotlist der unabhängigen Verlage geschafft.
Jetzt kann abgestimmt werden. Bis zum
4. September läuft das Publikumsvotum. Drei Plätze auf der Hotlist mit zehn besonderen Büchern werden durch Ihr Votum bestimmt.
Helfen Sie unserem Buch auf die Hotlist. Stimmen Sie für »Weiter geht's nicht«
Hier geht es zur Abstimmung:

Marichka Paplauskaite: Der Zug kommt pünktlich an
aus dem Ukrainischen übersetzt von Jutta Lindekugel
Reportage
ca 320 Seiten
Hardcover, Fadenheftung
Subskriptionspreis: 20,00 Euro
(bis 31.08.2026, danach 24,00 Euro)
Auf eine lange Reportagereise zur und mit der ukrainischen Eisenbahn Ukrzalysnitzya begab sich die Journalistin Marichka Paplauskaite. Sie wollte wissen, wie diese wichtigste Lebensader der Ukraine funktioniert, trotz des fortgesetzten russischen Angriffskriegs. Sie legte über 8.000 Kilometer zurück und begegnete Menschen aus allen Bereichen des Bahnunternehmens um zu verstehen, wie die Eisenbahn zu einem Symbol des Widerstands werden konnte. Wie wurden im Handumdrehen die weltweit ersten medizinischen Rettungszüge zur Evakuierung von Verwundeten gebaut? Wer organisierte Joe Bidens Besuch in Kyjiw? Wie schaffen es die Züge, noch immer (überwiegend) pünktlich anzukommen? Und stimmt es, dass die ukrainische Eisenbahn nach wie vor Verbindungen nach Russland unterhält? Marichka Paplauskaite schafft uns einen einmaligen Einblick in einen der wichtigsten Lebensbereiche der Ukraine und in einen riesigen Betrieb mit mehr als 180.000 Beschäftigten, der trotz des russischen Angriffskriegs den Anspruch hat, seine täglich hunderttausende Passagiere und die Tonnagen an Fracht pünktlich ans Ziel zu bringen Sie können das Buch jetzt vorbestellen. Die Lieferung erfolgt voraussichtlich im Oktober 2026
Milio van de Kamp: Zu hoch für Dich
Eine Geschichte über Armut und Chancenungleichheit
aus dem Niederländischen übersetzt von Lotte Hammond
Ein autobiografischer Bericht
240 Seiten
Hardcover, Fadenheftung
22,00 Euro
In dieser eindringlichen Autobiografie erzählt Milio van de Kamp von seinem Aufstieg aus der Armut eines Amsterdamer No-Go-Viertels zu einem Universitätsdozenten. Er schildert das Leben in einer Umgebung, in der Gewalt zur täglichen Realität gehört, Rechnungen nicht bezahlt werden können, und Kinder lernen, im Dunkeln zu funktionieren – im wörtlichen wie übertragenen Sinn. Er erzählt von einer Mutter, die trotz einer schweren Herzkrankheit und widrigster Umstände nicht aufgibt und von einem Vater, der zwischen illegalen Geschäften und Wutausbrüchen zerrieben wird. Vor allem erzählt er von der tiefen Scham, die Armut in einer Gesellschaft erzeugt, die sie lieber unsichtbar hält. Dabei ist dieses Buch weit mehr als ein persönlicher Erfahrungsbericht: Es ist ein kraftvolles Plädoyer dafür, soziale Herkunft endlich als das zu verstehen, was sie ist – eine der stärksten, aber nur selten ausgesprochene Form struktureller Ungleichheit. Van de Kamp zeigt, wie Bildungswege, Selbstvertrauen und Zukunftschancen bereits in früher Kindheit durch die soziale Umgebung geprägt werden – und wie schwer es ist, diesen Kreislauf zu durchbrechen.
Corinna Kuhr-Korolev: Weiter geht’s nicht – Das Ende der Sowjetunion auf Kamtschatka
mit Fotografien von Anselm Graubner

Bildband
168 Seiten
Hardcover, Leineneinband, Fadenheftung
28,00 Euro
Im Spätsommer 1991 führt die Neugier Anselm Graubner nach Kamtschatka ganz im Osten der Sowjetunion. Diese besteht zu diesem Zeitpunkt nur noch auf dem Papier. Die sowjetische Ordnung zerfällt auch am äußersten Rand des Imperiums, in einer Region, die bereits im 18. Jahrhundert unter Zarenherrschaft kolonisiert wurde. In einer Übergangszeit voller Ungewissheit heuert der damals 23-jährige Fotograf bei der Regionalzeitung Kamtschatskaja Prawda an, ein an sich unerhörter Vorgang. Seine Sprachkenntnisse sind dürftig, doch sein Blick ist wach. Und so entstehen eindrucksvolle Aufnahmen aus dem Lebens- und Arbeitsalltag der Menschen auf der Halbinsel am Pazifik. Sie illustrieren die zunehmend kritischer und mutiger werdenden Beiträge im vormaligen Parteiblatt. Doch der Ausflug in den fernöstlichen Journalismus endet für Anselm Graubner schnell. Nachdem die rote Sowjetfahne zum Jahresende 1991 eingeholt wird, verweist die neue alte Obrigkeit der Russischen Föderation den Journalisten aus dem Westen noch im Januar 1992 des Landes. Erhalten geblieben sind von diesem kurzen Stück Lebensweg – zum Glück für uns – einzigartige Fotografien eines besonderen Augenblicks der jüngsten Zeitgeschichte an einem uns auch heute wieder fernen Ort. Das Buch entstand zusammen mit einer Fotoausstellung des Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam.


