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Literatur 
aus der Ukraine

Die zeitgenössische Literatur aus der Ukraine stellt einen Schwerpunkt unseres Verlagsprogramms dar. Mehr als 15.000 neue Titel erscheinen jedes Jahr in ukrainischer Sprache.

Wir wollen besondere Werke dieser vielgestaltigen Literatur auch den deutschsprachigen Leser:innen zugänglich machen und zwar in ihrer ganzen Breite.
Unsere ukrainische Bibliothek wächst stetig an. Inzwischen sind wird die größte Plattform für ukrainische Gegenwartsliteratur im deutschen Sprachraum. Bleiben Sie neugierig! 

Andrij Semjankiw:
Seweryns Tanz mit den Knochen / Танець із кістками

aus dem Ukrainischen übersetzt von Ira Tweies

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Thriller

400 Seiten

Hardcover, Fadenheftung

26,00 Euro

Seweryn Romanowytsch arbeitet als Leiter der Pathologie in einem Krankenhaus in Kyjiw. Was nach einem gut bezahlten Job mit Verantwortung klingt, ist in Wirklichkeit ein Leben im Halbdunkel des Krankenhaussouterrain, gemieden vom Kollegium, gefangen zwischen bürokratischen Prozessen und Alkoholexzessen und in steter Geldnot. Doch alles ändert sich, als dem Arzt ein lukratives, wenn auch illegales Angebot zur Entnahme von Körpergewebe unterbreitet wird. Niemand würde etwas bemerken. Seweryns Patienten sind schweigsam. Und wirklich scheint Seweryn endlich Erfolg zu haben. Aber mit jeder neuen Entscheidung verändert sich Seweryn. Wird aus dem missgelaunten Arzt zunächst ein Mann mit neu entdecktem Selbstvertrauen, so führt ihn die eigene Skrupellosigkeit Stück für Stück dem Abgrund näher. Die Frage ist nur noch, ob er selbst hinabstürzen wird. Oder ob er in seinem Tanz mit den kalten Knochen schon viel weiter gekommen ist, als ihm alle, die ihn zu kennen glaubten, zugetraut haben. Ein spannender Thriller aus dem Medizinmilieu, packend geschrieben, freizügig in seinen Details vom Seziertisch und natürlich spannend bis zum Schluss. Das Buch wurde im Jahr 2022 in der Ukraine als BBC Book of the Year gekürt. Die Jury befand, dass sich das Buch wie "Breaking Bad" liest und das tut, was Literatur im besten Fall tun soll – großartig unterhalten.

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Halyna Wdowytschenko: 36 und 6 Katzen / 36 і 6 котів
aus dem Ukrainischen übersetzt von Kati Brunner

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Kinderbuch

152 Seiten

Hardcover, Fadenheftung

22,00 Euro

36 und 6 Katzen standen an einem verregneten Abend vor Frau Buchtel und baten um Einlass in deren kleine Wohnung. So viele? Ja, 36 erwachsene und 6 kleine Katzen – nicht mehr und nicht weniger. Das ergab ein ordentliches Durcheinander. Die Katzen stellten das Leben von Frau Buchtel und ihres Neffen Stas gehörig auf den Kopf. Und doch war es ein riesen Glück für alle, dass die Katzen genau diese Wohnung ausgewählt hatten. Ihr werdet sehen …

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Tamara Duda: Donezk Girl / Доця
aus dem Ukrainischen übersetzt von Annegret Becker, Lukas Joura und Alexander Kratochvil

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Roman

364 Seiten

Hardcover, Fadenheftung

24,00 Euro

Donezk im Frühjahr 2014. Eine junge Frau, Elfe genannt, kam als junges Mädchen aus Wolhynien in den Donbas, um fortan bei ihrer Großmutter zu leben. Hier behauptet sie sich gegen einen grauen Alltag, baut sie sich eine Existenz als Glasgestalterin und erfolgreiche Unternehmerin auf - gegen alle Widerstände. Doch dann tauchen bewaffnete Männer auf, kommen russische Soldaten, erst verdeckt, dann offen. Elfe beginnt, sich gegen die Invasion, die ihr alles zu nehmen droht, zu wehren. Tamara Duda beschreibt in ihrem Roman aus eigenem Erleben, wie sich Donezk im Jahr 2014 zunächst unmerklich, dann immer unwiderruflicher veränderte. Wie Menschen, Häuser und ganze Stadtteile zerstört werden, wie Plünderung und Gewalt alltäglich wurden, wie russischen Besatzer immer weiter vordrangen und wie sich die Einheimischen dazu verhielten. Der Roman »Töchterchen« wurde in der Ukraine mit seinem Erscheinen im Jahr 2019 sofort ein Bestseller und auf Anhieb zum »BBC Book of the year« gewählt. Nie zuvor wurden die Ereignisse des Jahres 2014 im Osten der Ukraine, die erste Phase der russischen Invasion, so ehrlich, so authentisch, so ergreifend und noch dazu aus der Perspektive einer Frau erzählt. Dabei beruht alles Erzählte auf tatsächlichen Geschehnissen. Wie ein Film zieht die Handlung an den Leserinnen und Lesern vorbei, voller Spannung und Tempo. Kaum bleibt Zeit, durchzuatmen. Das Buch ist schon heute ein Klassiker der (Anti-)kriegsliteratur. Eine unbedingte Leseempfehlung.

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Victoria Amelina: Ein Zuhause für Dom / Дім для До́ма
aus dem Ukrainischen übersetzt von Jutta Lindekugel

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Roman

504 Seiten

Hardcover, Fadenheftung

26,00 Euro

Der Roman erzählt die Geschichte einer Familie im ukrainischen Lwiw. Sie erlebt hier den Zerfall der Sowjetunion und die wilden 1990er. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive eines Hundes, des Pudels Dominik (Dom), der zusammen mit sechs Menschen einer Familie in einer heruntergekommenen Altbauwohnung lebt. Es sind die Mitglieder einer typischen Sowjetfamilie, die hier die Umbrüche durchzustehen versuchen: Ein pensionierter Oberst der sowjetischen Luftwaffe, Ivan Zilyk der aus der Ostukraine stammt und als Kind den Holodomor überlebte; seine aus Aserbaidschan stammenden Ehefrau, deren Töchter Olja und Tamara, beide geschieden, mit ihren Töchtern Marusja und Mascha. Die Figur des Oberst Zilyk verkörpert einen Typus, der bisher fast nirgends in der ukrainischen Literatur auftauchte: der überlebende Großvater, der Zeuge all der Gewalt des 20. Jahrhundert wurde und zwischen Opfer und Täter wechselte. Es ist eine große Erzählung über Geschichte(n), Veränderungen, über Anpassungen, über Heimat und Zuhause, über Ankommen und Weggehen. Der Roman zeichnet vor allem ein vielschichtiges Panorama weiblicher Figuren. Die Männer – jedenfalls der Familie – sind fast alle unsichtbar. Diese geschlechtsspezifische Asymmetrie ist aber kein Kunstgriff, sondern soll die soziale Realität spiegeln. Die Frauen sichern den Lebensunterhalt, versorgen die Kinder und organisieren das familiäre Überleben in prekären Verhältnissen. Victoria Amelina zeigt auch, wie private Lebensentwürfe von historischen und ökonomischen Machtverhältnissen beeinflusst und durchzogen sind. Und dass es gerade die Frauen sind, die in familiärer und gesellschaftlicher Beziehung für Stabilität sorgen. Hervorzuheben ist auch die Qualität der Übersetzung von Jutta Lindekugel, der es gelingt, den feinen Humor des Originals und seinen Rhythmus in die deutsche Sprache zu übertragen.

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Olena Sachartschenko: Kämpferinnen / Вертеп – роман про Майдан
aus dem Ukrainischen übersetzt von Jutta Lindekugel

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Roman

352 Seiten

Hardcover, Fadenheftung

24,00 Euro

Mittwoch, 19. Februar 2014. Seit Wochen wird auf dem Majdan im Herzen Kyjiws demonstriert. Die Proteste haben in den letzten Tagen noch einmal Zulauf erhalten. Das Regime unter dem korrupten Präsidenten Wiktor Janukowytsch reagiert mit enthemmter Gewalt. Doch Katja will heute nicht auf den Majdan. Sie möchte ihren Sohn Danylo von der Schule im Zentrum der Stadt abholen, ihn in Sicherheit bringen. Aber noch bevor sie die Schule erreicht, gerät sie mitten hinein in die Woge aus Protest und Gewalt, wird von ihr mitgerissen und verliert den Kontakt zu ihrem Sohn. Es beginnt eine verzweifelte Suche auf und unter dem Majdan in dieser Nacht, in der sich das Schicksal der Ukraine durch einen Paukenschlag entscheiden wird. Olena Sachartschenko erzählt den Euromajdan konsequent aus Perspektive der Frauen. Sie erzählt von einem Kyjiw, das Gäste der Stadt nur selten zu sehen bekommen, vom Erbe der Sowjetzeit, das zuweilen bleischwer auf der ukrainischen Gesellschaft lastet und von Kämpferinnen, die mitbestimmen wollen, wenn es um die Zukunft der Ukraine geht – und um ihre eigene Zukunft.

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Olena Stjaschkina:
Der Tod des Löwen Cecil ergab Sinn / Смерть лева Сесіла мала сенс

aus dem Ukrainischen übersetzt von Jakob Wunderwald

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Roman

296 Seiten

Hardcover, Fadenheftung

24,00 Euro

Am 16. April 1986 werden auf einer Entbindungsstation in Donezk zwei Jungen und zwei Mädchen geboren. Hans Fink, Kommunist und Ukrainer mit deutschen Wurzeln, will einem der Neugeborenen mit deutschen Vorfahren den Namen Ernst Thälmann geben: zum Andenken an den Führer der KPD, vor allem aber, um dem Jungen sein eigenes Schicksal, ewig als Nazi verleumdet zu werden, zu ersparen. Den Eltern werden eine Wohnung, ein Auto und ein Teppich versprochen. Die örtliche Presse ist informiert. Aber die Dinge gestalten sich komplizierter als erwartet. Über drei Jahrzehnte begleitet Olena Stjaschkina in ihrem Roman die Menschen, die an diesem Apriltag 1986 in Donezk schicksalhaft zusammengeführt werden. Mosaikartig setzt sich ein Bild der Veränderungen in Donezk zusammen, vom Ende der Sowjetunion bis in das zweite Jahrzehnt des neuen Jahrtausends. Es ist ein Roman über Identität: deutsch, polnisch, ukrainisch, russisch. Mit einer präzisen Sprache entfaltet sich ein Verständnis für die Region im Osten der Ukraine, die von vielfältigen kulturellen Einflüssen geprägt ist aber auch von den Wunden des sowjetrussischen Imperialismus. Das Jahr 2014, der russische Invasion, wird im Roman zur Zäsur, auch sprachlich. Der Roman, der im Original in russischer Sprache beginnt, wechselt an dieser Stelle in das Ukrainisch. Mit ihrem Roman wird Olena Stjaschkina zu einer wichtigen Stimmen, die uns hilft, die Kultur der als Donbas bezeichneten Region verstehen zu lernen und der russischen Kriegspropaganda zu widerstehen. Donezk gehört zu Ukraine. Sprache ist kein ausreichender Indikator für eine Zuordnung zu einem bestimmten Staat. Und nicht jeder, der im Alltag Russisch spricht, will Russin oder Russe sein. Auch das lernen wir in diesem Roman.

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Ruslan Horovyi:
Was wir im Vorübergehen nicht sehen / Вертеп – роман про Майдан

aus dem Ukrainischen übersetzt von Jakob Wunderwald

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Kurzgeschichten

140 Seiten

Hardcover, Fadenheftung

18,00 Euro

In dreizehn Miniaturen nimmt uns Ruslan Horovyi mit in eine Zeit und in ein Land, das es in dieser Form inzwischen nicht mehr gibt. Aber seine tragischen Helden, die kann es noch immer geben, in vielen Ort in der Ukraine oder in jedem anderen Land der Welt. Ruslan Horovyi erzählt nämlich vor allem von Menschen. Von Menschen mit ihren Träumen, gelebt oder geplatzt, mit ihren Schwächen, Ängsten, Komplexen, mit ihren kleinen Momenten der Hoffnung und des Glücks. Eine schön traurig, hoffnungsvolle Sammlung.

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Olena Sachartschenko: Bloß nicht bellen / Вертеп – роман про Майдан
aus dem Ukrainischen übersetzt von Jutta Lindekugel

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Kurzgeschichten

112 Seiten

Hardcover, Fadenheftung

18,00 Euro

»Bloß nicht bellen«, ermahnte Mascha ihren Hund Cookie zum Abschied. Es wird ein Abschied für immer. In neun Geschichten erzählt Olena Sachartschenko von Menschen, in deren gewohntes Leben unvermittelt der russische Angriffskrieg hereinbricht. Es sind kleine Geschichten aus den ersten Wochen des Krieges. Aber es sind keine Kriegsgeschichten. Es ist ein Buch über Menschen, über schicksalhafte Begegnungen, über Fluchten und Rettungen – und über Tiere. Olena Sachartschenko gelingt in ihren Miniaturen eine ganz besondere Perspektive auf das Leben, auf den Willen zum Überleben und immer wieder auch auf die nie erlöschende Hoffnung. Unbedingt lesenswert.

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Yaryna Chornohuz:
[Dasein – Verteidigung der Präsenz] / [dasein: оборона присутності]

aus dem Ukrainischen übersetzt von Kseniya Fuchs

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Gedichte

104 Seiten

Hardcover, Leineneinband

Fadenheftung

20,00 Euro

»Die Front frisst mein Herz auf und auch meine Freunde sie frisst all meine Wörter und blickt auf den Rest meines Körpers« In 35 Gedichten erzählt die ukrainische Lyrikerin Yaryna Chornohuz vom Leben im und mit dem Krieg, vom Verlust, vom Schmerz, vom Lieben und der Verteidigung der Präsenz. Die Gedichte haben eine scharfe Klarheit, wirken unzerbrechlich, als ob die Verse selbst durch die Umstände, unter denen sie geschrieben wurden, gehärtet sind. Denn Yaryna Chornohuz schreibt aus einer intimen Nähe zum Verteidigungskampf. Ihr Werk widersetzt sich jedoch der heroischen Mythenbildung und besteht stattdessen auf der ungeschminkten, erschütternden Wahrheit darüber, was der Krieg von den Lebenden verlangt.

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Volodymyr Vakulenko: Ich verwandle mich / Я перетворююся
aus dem Ukrainischen übersetzt von Beatrix Kersten

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Sachbuch

176 Seiten

Hardcover, Leineneinband

Fadenheftung

24,00 Euro

Der ukrainische Schriftsteller Volodymyr Vakulenko-K. geriet in seinem Heimatdorf Kapitoliwka nahe Isjum im März 2022 unter russische Besatzung. In persönlichen Aufzeichnungen hielt er seine Beobachtungen und Gedanken aus dieser Zeit fest. Der letzte Eintrag stammt vom 21. März 2022. Am 22. März wurde er zusammen mit seinem an Autismus leidenden Sohn von russischen Soldaten verhaftet, zunächst wieder freigelassen, um am 24. März erneut entführt zu werden. Sein geschundener Leichnam wurde im September 2022 nach der Befreiung der Region Isjum durch die ukrainischen Streitkräfte in einem der Massengräber gefunden. Der ukrainischen Schriftstellerin Victoria Amelina ist es zu verdanken, dass die Aufzeichnungen gerettet werden konnte. Sie fuhr noch im September 2022 in das Heimatdorf von Volodymyr Vakulenko und fand die Aufzeichnungen vergraben im Garten neben einem Kirschbaum. So wurde dieses Buch möglich, das neben den Aufzeichnungen von Volodymyr Vakulenko auch eine Auswahl seiner Gedichte enthält. Enthalten sind zudem ein Vorwort von Victoria Amelina über ihre Suche und Rettung des Manuskripts, Texte von Sashko Dermanskyi, Kateryna Lykhoglyad und Iryna Novicka sowie ein Nachwort von Franziska Davies. Die ukrainische Originalausgabe des Buches konnte am 22. Juni 2023 zum BücherArsenal in Kyjiw durch Victoria Amelina präsentiert werden. Nur fünf Tage später, am 27. Juni 2023, wurde Victoria Amelina Opfer eines russischen Raketenangriffs auf ein Restaurant in Kramatorsk. Sie starb an ihren schweren Verletzungen am 1. Juli 2023, dem Geburtstag von Volodymyr Vakulenko. So ist dieses Buch auch ein Nachruf auf gleich zwei der hoffnungsvollsten Talente ihrer Generation in der ukrainischen Literatur und ein mahnendes Zeugnis des russischen Terrorkriegs gegen die Ukrainerinnen und Ukrainer und die ukrainische Kultur und Identität.

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Sewhil Musajewa, Alim Alijew:
Mustafa Dschemilew – Gespräche mit einem Unbeugsamen /
Мустафа Джемілєв. Незламний 

aus dem Ukrainischen übersetzt von Beatrix Kersten

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Sachbuch

216 Seiten

Hardcover, Fadenheftung

24,00 Euro

Mustafa Dschemilew – aufrecht und unbeugsam. Geboren 1943 auf der Krim, ist sein Schicksal eng verwoben mit dem Leid, das erst Stalin und heute das Russland unter Putin über das krimtatarische Volk brachten. Auch die Familie von Mustafa Dschemilew wurde 1944 von der Krim deportiert. Er wuchs auf in Usbekistan und begann von dort aus Anfang der 1960er-Jahre, gerade volljährig geworden, für die Rechte der Krimtatarinnen und Krimtataren zu kämpfen. Er war Mitgründer der Initiativgruppe zur Verteidigung der Menschenrechte in der Sowjetunion, wurde insgesamt sechs Mal zu Haftstrafen in Straflagern verurteilt, begab sich aus Protest 303 Tage in Hungerstreik, länger als jeder andere Dissident in der Sowjetunion. Und er überlebte die sowjetische Diktatur. Er konnte zurückkehren in seine Heimat, die Krim – bis er 2014 wieder vertrieben wurde. In mehreren Gesprächen berichtet Mustafa Dschemilew in diesem Buch der Journalistin Sevhil Musajewa und dem Journalisten Alim Alijew von seinem Widerstand gegen die Diktatur in der Sowjetunion, über seinen Einsatz für die Rechte der Krimtatarinnen und Krimtataren, und von den neuerlichen Verbrechen, die Russland seit 2014 auf der ukrainischen Krim verübt.

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Larisa Kaminska:
Wie Großvater Ostap Weihnachten wiederfand / Янгольська скрипка

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Kinderbuch

48 Seiten

Hardcover, Fadenheftung

20,00 Euro

Weihnachten ist das Fest der Lieder und der Freude. Doch Großvater Ostap sitzt in seiner Werkstatt und will von Weihnachten nichts wissen. Die Kinder, die an seine Tür klopfen, vertreibt er. Was hat ihn nur um die Freude am Weihnachtsfest gebracht? Aber auch Slawko, dem Jungen aus dem Haus gegenüber, ist in diesem Jahr nicht nach Weihnachten zumute. Eigentlich wollte er wieder mit seinen Freunden von Tür zu Tür ziehen. Sie würden Lieder singen und Slawko auf seiner Geige spielen. Auch seine kleine Schwester Jarynka wäre in diesem Jahr mit dabei, er hatte es ihr versprochen. Doch Jarynka liegt im Krankenhaus und wird von Tag zu Tag blasser und stiller. Jetzt kann nur noch ein Wunder dieses Weihnachtsfest retten.

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Tetjana Trofymenko: Mit spitzer Feder / #Окололітературне.
aus dem Ukrainischen übersetzt von Beatrix Kersten

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Sachbuch

352 Seiten

Softcover, Fadenheftung

18,00 Euro

Kommen Sie mit auf eine Entdeckungsreise durch die zeitgenössische ukrainische Literatur! Die bekannte Literaturkritikerin Tetjana Trofymenko präsentiert in fein pointierten Rezensionen einen Überblick über das facettenreiche literarische Schaffen in der Ukraine aus den Jahren 2007 bis 2017. Auf eine sehr eingängige und unterhaltsame Weise schafft dieses Buch Zugang zu einer Literaturszene, die sich bis vor Kurzem weitgehend außerhalb unserer Wahrnehmung entwickelt hat. Neben mehr als 40 Buchbesprechungen gibt Tetjana Trofymenko auch einen launigen Überblick über den Buchmarkt in der Ukraine in all seiner Vielfalt, mit seinen Höhen und Tiefen. Für alle Leserinnen und Leser, die einen ersten Überblick über die ukrainische Literaturszene suchen, für Lektorinnen und Lektoren, die nach noch zu entdeckenden Autorinnen und Autoren fahnden und für wirklich alle, die Freude am klugen und witzigen Gespräch über Literatur haben.

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